Camping mit drei Hunden: Unser Alltag mit Benji, Emma und Jamie
Nach den eher sachlichen Themen dieser Serie wird es heute persönlich – und ein bisschen lustig. Denn mit drei Hunden unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Größe an Bord sieht unser Camping-Alltag anders aus als der mit nur einem Hund. Wie das bei uns funktioniert, erzähle ich euch heute.
Drei Hunde, drei Persönlichkeiten
Benji, unser Senior-Shih-Tzu, hat seinen ganz eigenen Rhythmus. Er braucht heute mehr Ruhephasen als früher, meldet sich aber trotzdem zuverlässig, wenn draußen etwas Spannendes passiert.
Emma, ebenfalls Shih Tzu, ist die Ausgeglichene im Trio – meistens die Erste, die sich an einem neuen Stellplatz entspannt, und oft diejenige, die zwischen den anderen beiden vermittelt.
Jamie, unser Zwergpinscher, ist die pure Energie. Klein, aber mit dem größten Redebedarf von allen dreien, wenn es ums Erkunden neuer Umgebung geht.
Diese Unterschiede zu kennen, hilft enorm bei der Planung – ein Spaziergang, der für Jamie genau richtig ist, kann für Benji schon zu viel sein.
Rangordnung und Ruhe am Stellplatz
Mit drei Hunden auf engem Raum kommt es unweigerlich zu kleinen Meinungsverschiedenheiten – wer liegt wo, wer darf zuerst durch die Tür, wer bekommt welchen Blick vom Nachbarhund. Bei uns hat sich bewährt:
Feste Liegeplätze für jeden Hund, damit niemand um denselben Platz konkurrieren muss
Napfabstand einhalten, auch wenn der Platz im Wohnmobil knapp ist – so entsteht beim Fressen keine Konkurrenzsituation
Ruhe respektieren, wenn einer der drei sich zurückzieht, statt ihn zum Spielen zu drängen
Spaziergänge mit drei Leinen
Ehrlich gesagt: Drei Hunde gleichzeitig an drei Leinen ist am Anfang eine echte Übung in Koordination. Was uns geholfen hat:
Kurze Leinen für die Stadt/den Campingplatz, längere für freie Natur, wo es erlaubt ist
Unterschiedliche Tempi einplanen – Jamie zieht gerne vor, Benji braucht sein Tempo
Nicht jeder Spaziergang mit allen dreien gleichzeitig: Manchmal gehen wir getrennt, damit jeder Hund die Aufmerksamkeit bekommt, die er gerade braucht
Kontakt zu anderen Campern und ihren Hunden
Camping bedeutet automatisch viel Begegnung mit anderen Hunden. Bei drei eigenen Hunden gilt bei uns: lieber einmal zu vorsichtig herangehen als zu forsch. Wir lassen neue Kontakte einzeln zu, nicht gleich als Dreier-Rudel, das wirkt auf andere Hunde schnell überfordernd.
Platz im Wohnmobil clever nutzen
Mit drei Hunden wird Stauraum knapp – Napf-Sets, Körbchen, Spielzeug, Leinen mal drei. Wir haben uns für stapelbare und faltbare Lösungen entschieden, wo es geht, und jeder Hund hat trotzdem sein eigenes, klar zugeordnetes Plätzchen. Das gibt allen dreien Sicherheit, auch an einem neuen Stellplatz.
Meine Checkliste für den Alltag mit mehreren Hunden
[ ] Feste, individuelle Liegeplätze im Wohnmobil eingerichtet
[ ] Ausreichend Abstand zwischen den Näpfen beim Fressen
[ ] Spaziergangsrhythmus an unterschiedliche Bedürfnisse angepasst
[ ] Leinen in passender Länge für Stadt und Natur griffbereit
[ ] Neue Hundekontakte einzeln statt im Rudel zulassen
[ ] Stauraum durch stapelbare/faltbare Ausstattung optimiert
Mein Tipp zum Schluss
Mehrere Hunde bedeuten mehr Organisation, aber auch mehr Leben und mehr Freude am Stellplatz. Jeder der drei bringt seine eigene Note in unseren Alltag ein – und genau das macht das Reisen mit ihnen für mich so besonders.
Reist ihr auch mit mehreren Hunden? Ich bin gespannt, wie ihr euren Alltag organisiert – schreibt es mir in die Kommentare oder auf Instagram: @WoMo_Tastic Camping und Reisen