Fähre, Nachtzug, Bergbahn: So klappt es mit Hund auch abseits des Autos

Nicht jede Reise führt nur mit dem Wohnmobil ans Ziel. Gerade wenn eine Fähre zwischen euch und dem Reiseland liegt oder ihr spontan mit der Bahn weiterreisen wollt, gelten für Hunde ganz eigene Regeln. Ich habe die wichtigsten Verkehrsmittel abseits des Autos für euch zusammengefasst.

Fähre nach Skandinavien: Das gilt an Bord

Wer mit dem Hund nach Schweden, Norwegen oder Finnland übersetzt, sollte sich vorab genau mit den Regeln der jeweiligen Reederei beschäftigen – sie unterscheiden sich teils deutlich.

Grundsätzlich gilt bei den meisten Reedereien:

Der Hund darf während der Überfahrt nicht unbeaufsichtigt im Auto auf dem Fahrzeugdeck bleiben.

Ihr müsst entweder eine Hundekabine buchen oder euren Hund mit an Deck bzw. in ausgewiesene Tierbereiche nehmen.

Auf manchen Strecken, etwa nach Norwegen mit bestimmten Reedereien, sind Hunde ausschließlich im Auto oder in einem Bordkennel erlaubt, nicht in den regulären Kabinen.

Hundekabinen sind auf beliebten Routen und in der Hauptsaison oft Monate im Voraus ausgebucht – frühzeitig reservieren lohnt sich.

Praktisch wichtig:

Der EU-Heimtierausweis muss beim Check-in vorgelegt werden, teilweise gibt es zusätzliche Kontrollen der Einreisedokumente.

Für die Einreise nach Schweden ist inzwischen keine Bandwurmbehandlung mehr nötig, wer allerdings über Dänemark durchreist, sollte die dortige Rasseliste im Blick behalten.

Bei warmem Wetter oder Nachtüberfahrten ist es ratsam, den Hund auch dann nicht im Auto zu lassen, wenn die Reederei es grundsätzlich erlaubt.

Nachtzug: Eigenes Abteil als Voraussetzung

Wer mit dem Hund im Nachtzug reisen möchte, etwa mit dem ÖBB Nightjet, sollte einen wichtigen Punkt beachten: Größere Hunde dürfen in der Regel nur mit, wenn ein komplettes Privatabteil gebucht wird – also niemand Fremdes mit im Abteil sitzt. Zusätzlich fällt meist ein Aufpreis für den Hund an, und Leinen- sowie Maulkorbpflicht gelten in vielen Zügen verpflichtend während der Fahrt.

Kleine Hunde in einer Transportbox dürfen bei vielen Bahngesellschaften kostenlos als Handgepäck mitreisen, solange bestimmte Maße eingehalten werden. Wichtig: Die Regeln unterscheiden sich je nach Betreibergesellschaft, und bei internationalen Verbindungen mit mehreren Partnerbahnen können auf einzelnen Streckenabschnitten abweichende Bedingungen gelten. Vor der Buchung lohnt sich ein Blick in die aktuellen Beförderungsbedingungen der jeweiligen Bahn.

Bergbahnen und Seilbahnen: Regional sehr unterschiedlich

Bei Berg- und Seilbahnen gibt es keine einheitliche europäische Regelung – hier entscheidet jeder Betreiber selbst. Üblich sind:

Leinen- und teilweise Maulkorbpflicht während der Fahrt

Ein reduziertes Ticket für den Hund, teils auch kostenlos für kleine Hunde in einer Transporttasche

Manche Bahnen schließen bestimmte Stoßzeiten oder Kabinentypen für Hunde aus

Da sich das von Region zu Region und sogar von Bahn zu Bahn unterscheidet, empfiehlt sich vorab immer ein kurzer Blick auf die Website des jeweiligen Betreibers oder eine kurze Nachfrage vor Ort.

Meine Checkliste für Reisen mit Hund abseits des Autos

[ ] Reederei- bzw. Bahnbestimmungen vorab genau geprüft

[ ] Hundekabine oder Privatabteil rechtzeitig reserviert, falls nötig

[ ] EU-Heimtierausweis griffbereit für Kontrollen

[ ] Leine und Maulkorb für Pflichtstrecken eingepackt

[ ] Transportbox in erlaubter Größe, falls kostenlose Mitnahme genutzt werden soll

[ ] Rasse- und Einreiseregeln von Transitländern (z. B. Dänemark) berücksichtigt

Mein Tipp zum Schluss

Bucht Kabinen und Abteile für den Hund so früh wie möglich – gerade in der Hauptsaison sind die Kontingente schnell vergriffen. Ein kurzer Anruf bei der Reederei oder Bahngesellschaft vorab erspart am Check-in-Schalter oft unnötigen Stress.

Seid ihr schon mal mit Hund auf der Fähre oder im Nachtzug unterwegs gewesen? Ich freue mich über eure Erfahrungen in den Kommentaren oder auf Instagram: @WoMo_Tastic Camping und Reisen

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