Vom Welpen zum Camping-Hund: So gelingt die Eingewöhnung ans Reiseleben

Ich mache mit diesem Beitrag weiter dort, wo viele Camper-Hunde-Karrieren eigentlich beginnen: beim Welpen. Auch wenn Benji, Emma und Jamie diese Phase längst hinter sich haben, erreichen mich immer wieder Fragen von euch, wie man einen jungen Hund am besten ans Campingleben gewöhnt. Hier meine Erfahrungen und Empfehlungen dazu.

Klein anfangen, nicht gleich die große Reise

Der größte Fehler ist meistens der ungeduldigste: gleich mit der ersten langen Fahrt und dem unbekannten Stellplatz weit weg von zuhause zu starten. Besser ist ein schrittweises Herantasten:

Erst kurze Autofahrten in der gewohnten Umgebung

Dann ein Tagesausflug mit dem Wohnmobil in der Nähe

Schließlich eine erste kurze Übernachtung, idealerweise auf einem ruhigen, nicht zu vollen Platz

Erst danach die erste "richtige" mehrtägige Reise

Die Fahrt selbst zum positiven Erlebnis machen

Ein Welpe, der die ersten Autofahrten mit Übelkeit oder Stress verbindet, überträgt dieses Gefühl schnell auch auf spätere, längere Fahrten. Wir setzen bei jungen Hunden auf:

Kurze Fahrten mit positivem Ende: Eine schöne Runde im Park oder ein Lieblingsspielzeug direkt nach der Fahrt schaffen eine gute Verknüpfung.

Leerer Magen vor der Fahrt: Das beugt Übelkeit vor, gerade bei den ersten Malen im Fahrzeug.

Ruhige, gewohnte Musik oder Stimme im Hintergrund, statt Stille oder ungewohnte Geräusche.

Sicherung von Anfang an zur Gewohnheit machen

Genau wie wir es in unserem Beitrag zur Fahrtsicherheit beschrieben haben, gilt gerade beim Welpen: Gurt-Geschirr oder Transportbox von der allerersten Fahrt an einsetzen. Ein junger Hund, der die Sicherung von Anfang an als normalen Teil jeder Fahrt kennt, wird sie später nicht mehr infrage stellen.

Neue Umgebungen als spannend statt beängstigend vermitteln

Welpen befinden sich in einer wichtigen Prägephase, in der neue Eindrücke besonders nachhaltig wirken. Ein paar Dinge, die uns geholfen haben:

Ruhige erste Begegnungen mit anderen Campingplatz-Hunden, statt gleich mitten ins Getümmel

Vertraute Gegenstände von zuhause mitbringen, damit auch am neuen Ort ein Stück Sicherheit vorhanden ist

Kurze Erkundungsrunden statt langer Wanderungen, angepasst an die noch begrenzte Kondition eines jungen Hundes

Genug Rückzugsmöglichkeiten, wenn die Reizüberflutung mal zu viel wird

Grundgehorsam vor der ersten großen Reise

Bevor es auf größere Fahrten geht, sollten die wichtigsten Grundkommandos sitzen – "Hier", "Sitz", "Bleib" sind gerade auf einem belebten Campingplatz mit vielen fremden Menschen, Hunden und möglicherweise auch einer Straße in der Nähe keine Kür, sondern Sicherheitsgrundlage.

Geduld ist der wichtigste Begleiter

Nicht jeder Welpe wird sofort zum entspannten Reisebegleiter. Manche brauchen mehrere Anläufe, bis Autofahrt und neue Umgebung zur Normalität werden. Das ist völlig in Ordnung – Rückschritte gehören zum Prozess dazu.

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Meine Checkliste für die Welpen-Eingewöhnung ans Campingleben

[ ] Schrittweise Steigerung: kurze Fahrt → Tagesausflug → erste Übernachtung → mehrtägige Reise

[ ] Positive Verknüpfung mit dem Autofahren geschaffen

[ ] Sicherung (Gurt-Geschirr/Box) von der ersten Fahrt an eingeführt

[ ] Ruhige erste Begegnungen mit anderen Campingplatz-Hunden ermöglicht

[ ] Vertraute Gegenstände von zuhause mitgenommen

[ ] Grundkommandos vor der ersten größeren Reise gefestigt

Mein Tipp zum Schluss

Lasst dem Welpen die Zeit, die er braucht, und feiert auch kleine Fortschritte. Ein entspannter, reiseerfahrener Hund wie später bei uns Emma oder Jamie entsteht nicht über Nacht, sondern über viele kleine, positive Erfahrungen.

Wie war die erste Reise mit eurem Welpen? Ich freue mich über eure Geschichten in den Kommentaren oder auf Instagram: @WoMo_Tastic Camping und Reisen

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