Neuer Stellplatz, neue Gerüche: Wie Benji, Emma und Jamie schnell zur Ruhe kommen
Ein neuer Stellplatz bedeutet für unsere Hunde erstmal: neue Gerüche, neue Geräusche, neue Nachbarn – vierbeinig wie zweibeinig. Damit aus dieser Reizüberflutung schnell wieder Entspannung wird, hat sich bei uns über die Jahre eine kleine Ankunftsroutine eingespielt. Die teile ich heute mit euch.
Warum die ersten Minuten am neuen Platz entscheidend sind
Hunde orientieren sich stark über Gerüche und Routinen. Ein neuer Ort ohne vertraute Reize kann gerade bei sensibleren oder älteren Hunden wie unserem Benji zunächst für Unruhe sorgen. Je schneller wir hier etwas Vertrautes schaffen, desto schneller kehrt Ruhe ein.
Unsere Ankunftsroutine
Erst der Rundgang, dann die Einrichtung
Bevor wir überhaupt anfangen, das Wohnmobil einzurichten, drehen wir mit allen drei Hunden eine kurze Runde über den Stellplatz. So können sie den Platz beschnuppern und sich orientieren, bevor drinnen der Trubel losgeht.
Vertraute Gegenstände zuerst auspacken
Körbchen, Decke, Spielzeug – diese Dinge kommen bei uns als Erstes ins Wohnmobil, noch bevor der Rest der Ausstattung Platz findet. Der vertraute Geruch schafft sofort ein Stück Zuhause im neuen Umfeld.
Feste Plätze für Napf und Körbchen beibehalten
Wo Napf und Liegeplatz stehen, ändert sich bei uns von Stellplatz zu Stellplatz nicht – nur die Umgebung drumherum ist neu. Diese Konstanz gibt allen dreien Sicherheit.
Ruhephase statt sofortigem Programm
So verlockend es ist, direkt loszuziehen und die Umgebung zu erkunden: Wir geben den Hunden nach der Ankunft erstmal Zeit, sich zu setzen, zu trinken und sich umzusehen, bevor das nächste Programm beginnt.
Stress erkennen und vermeiden
Genau wie wir in unserem Beitrag zur Stressvermeidung beim Reisen mit Handicap beschrieben haben, gilt auch für unsere Hunde: Stress entsteht nicht nur durch negative, sondern auch durch positive Aufregung. Ein neuer Stellplatz mit vielen spannenden Eindrücken kann also genauso aufwühlen wie eine unangenehme Situation.
Anzeichen von Unruhe, auf die wir achten:
Vermehrtes Hecheln ohne körperliche Anstrengung
Ständiges Herumlaufen statt sich niederzulassen
Übermäßiges Bellen bei jedem Geräusch von draußen
Rückzug in eine Ecke statt normales Verhalten
Was uns hilft, wenn wir das bemerken:
Ruhige, gleichbleibende Stimme statt hektischer Ansprache
Kurze, ruhige Streicheleinheiten statt aufregendem Spiel
Ein vertrautes Kauspielzeug, das die Aufmerksamkeit sanft bindet
Bei Bedarf einfach mehr Zeit geben, ohne Druck aufzubauen
Der erste Spaziergang am neuen Ort
Wenn die erste Ruhephase vorbei ist, gehen wir bewusst eine ruhige, nicht zu lange erste Runde – ohne festes Ziel, einfach zum Ankommen. Aufregendere Erkundungstouren verschieben wir gerne auf den nächsten Tag, wenn sich der Grundzustand schon etwas gesetzt hat.
Beruhigende Decken, vertraute Kauartikel und Näpfe, die sich bei uns bewährt haben, findet ihr auch in unseren Shop-Empfehlungen bei Tentary, Awin und Amazon.
Meine Checkliste für die Eingewöhnung am neuen Stellplatz
[ ] Kurzer Rundgang direkt nach Ankunft, vor dem Einrichten
[ ] Vertraute Gegenstände (Körbchen, Decke, Spielzeug) als Erstes ausgepackt
[ ] Napf- und Liegeplatz an gewohnter Position im Wohnmobil
[ ] Bewusste Ruhephase vor dem nächsten Programmpunkt eingeplant
[ ] Anzeichen von Unruhe im Blick behalten
[ ] Erster Spaziergang ruhig und ohne festes Ziel
Mein Tipp zum Schluss
Gebt eurem Hund die Zeit, die er braucht, auch wenn ihr selbst am liebsten sofort losziehen würdet. Diese ruhigen ersten Minuten am neuen Platz zahlen sich für den Rest des Aufenthalts spürbar aus – bei uns genau wie bei euch.
Wie geht ihr vor, wenn euer Hund an einem neuen Ort erstmal unruhig ist? Ich freue mich über eure Erfahrungen in den Kommentaren oder auf Instagram: @WoMo_Tastic Camping und Reisen