Sicher unterwegs: So sichern wir Benji, Emma und Jamie während der Fahrt
Kaum ein Thema wird beim Reisen mit Hund so unterschätzt wie die Sicherung während der Fahrt. Ein ungesicherter Hund ist nicht nur bei einer Vollbremsung in Gefahr, sondern kann auch zum Geschoss für alle Insassen werden. Wie wir das bei uns mit drei Hunden lösen, erzähle ich euch heute.
Warum ungesicherte Hunde ein echtes Risiko sind
Schon bei einer Notbremsung aus mittlerem Tempo wirken enorme Kräfte. Ein ungesicherter Hund kann dabei sich selbst und andere im Fahrzeug erheblich verletzen. In Deutschland gilt der Hund im Auto zudem rechtlich als "Ladung" – er muss also genauso gesichert werden wie jedes andere Gepäckstück, sonst drohen im Falle eines Unfalls sogar versicherungsrechtliche Konsequenzen.
Wie wir unsere Hunde sichern
Bei uns hat sich eine Kombination aus zwei Methoden bewährt, je nachdem, wo im Wohnmobil sich die Hunde gerade aufhalten:
Gurt-Geschirr mit Fahrzeuggurt
Ein spezielles Gurt-Geschirr, das über den Sicherheitsgurt im Fahrzeug eingehakt wird, sichert den Hund direkt am Sitzplatz. Wichtig ist ein Geschirr, das die Kraft im Ernstfall über die Brust verteilt statt über den Hals – ein normales Alltagshalsband ist dafür nicht geeignet.
Hundegurt am festen Tischbein
Wo im Wohnmobil kein klassischer Sicherheitsgurt zur Verfügung steht, befestigen wir die Hunde stattdessen mit speziellen Hundegurten direkt an einem fest verschraubten Tischbein. Wichtig dabei: Das Tischbein muss wirklich fest mit dem Fahrzeugboden verbunden sein, nicht nur eingesteckt oder lose montiert – nur dann hält die Sicherung im Ernstfall auch wirklich stand.
Die Transportbox als Alternative
Für alle, die lieber mit einer Box reisen: Auch eine ordnungsgemäß befestigte Transportbox ist eine anerkannte und sichere Lösung, besonders für kleinere Hunde oder Welpen, die sich darin oft ohnehin wohler fühlen. Entscheidend ist auch hier die feste Verankerung im Fahrzeug – eine frei stehende Box, die bei einer Bremsung durch den Innenraum rutschen kann, verfehlt ihren Zweck komplett.
Worauf es bei jeder Methode ankommt
Feste Verankerungspunkte nutzen: Egal ob Gurt oder Box – die Befestigung muss an einem wirklich stabilen, fest verbauten Punkt erfolgen, nicht an losem Mobiliar.
Genug Bewegungsspielraum, aber nicht zu viel: Der Hund sollte sich hinlegen und aufsetzen können, aber nicht so viel Spielraum haben, dass er bei einer Bremsung quer durchs Fahrzeug geschleudert wird.
Vor jeder Fahrt kurz kontrollieren: Ein schneller Check, ob Gurt oder Box wirklich fest sitzen, gehört bei uns zur Abfahrtsroutine wie der Blick auf die Reifen.
Gewöhnung vor der ersten großen Fahrt: Gerade junge oder neue Hunde sollten sich schon zuhause in kurzen Übungsfahrten an die Sicherung gewöhnen, statt gleich auf der ersten langen Strecke damit konfrontiert zu werden.
Passende Gurt-Geschirre und Hundegurte, die sich bei uns bewährt haben, findet ihr auch in unseren Shop-Empfehlungen bei Tentary, Awin und Amazon.
Meine Checkliste für die Fahrtsicherung
[ ] Passendes Gurt-Geschirr für jeden Hund vorhanden
[ ] Alternative Hundegurte für die Befestigung am festen Tischbein dabei
[ ] Verankerungspunkt (Tischbein, Gurtsystem) auf feste Verschraubung geprüft
[ ] Bewegungsspielraum kontrolliert – ausreichend, aber nicht übermäßig
[ ] Sicherung vor jeder Fahrt kurz gegengecheckt
[ ] Neue oder junge Hunde vorab an die Sicherung gewöhnt
Mein Tipp zum Schluss
Die Sicherung während der Fahrt ist keine Nebensächlichkeit, sondern genauso wichtig wie der eigene Sicherheitsgurt. Uns gibt es ein gutes Gefühl, zu wissen, dass Benji, Emma und Jamie auch bei einer plötzlichen Bremsung sicher an ihrem Platz bleiben.
Wie sichert ihr euren Hund während der Fahrt? Ich bin gespannt auf eure Lösungen in den Kommentaren oder auf Instagram: @WoMo_Tastic Camping und Reisen